Ausbildung
Gut ausgebildete Fachkräfte zu finden ist schwer. Die Ausbildung junger Menschen kann hier eine passende Lösung sein. Auszubildende bringen Ihre Talente häufig schon früh in das Unternehmen ein und Sie sichern sich qualifizierte Fachkräfte von morgen schon heute.
Qualität der Berufsausbildung
Gleichzeitig mit der Arbeitswelt wandelt sich auch die Landschaft der Ausbildungsberufe.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) veröffentlicht in diesem Verzeichnis alle 327 anerkannten Ausbildungsberufe in Industrie und Handwerk, im öffentlichen Dienst, in der Hauswirtschaft, der Landwirtschaft, der Seeschifffahrt und in den freien Berufen.
Für neu geordnete Berufe erstellt das BIBB kostenfreie Umsetzungshilfen. Diese werden von Experten aus der Praxis entwickelt und beinhalten unter anderem Erläuterungen zu den Ausbildungsinhalten, Beispiele für Arbeitsaufgaben sowie Checklisten.
Das Portal für Ausbildungs- und Prüfungspersonal Leando bietet anwendungsbezogene Themen und Fallbeispiele guter Ausbildungs- und Prüfungspraxis sowie einen qualitätsgesicherten Zugriff auf maßgeschneiderte Werkzeuge und Lernpfade. Austauschmöglichkeiten mit anderen Ausbildenden und Prüfenden runden das Angebot ab und ermöglichen kollegiale Fallberatung und gemeinsame Erstellung von Materialien.
- infoKOMPASS Duale Berufsausbildung: Informationen und Unterstützung (*.pdf, 0,16 MB) Mit dem infoKOMPASS zur dualen Berufsausbildung erhalten Unternehmen gebündelt Informationen zu sämtlichen Bereichen rund um die duale Ausbildung.
Verbundausbildung
Bei der Verbundausbildung (auch Ausbildungspartnerschaft) teilen sich mehrere einzelne Unternehmen die Ausbildungsverantwortung. Dabei ergänzen sich die beteiligten Betriebe bei der praktischen Berufsausbildung gegenseitig, wenn der Ausbildungsbetrieb bestimmte Ausbildungsinhalte nicht vermitteln kann. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sowie hochspezialisierte Betriebe profitieren von dieser Form der Ausbildung.
- infoKOMPASS Verbundausbildung (*.pdf, 0,13 MB) Im infoKOMPASS Verbundausbildung finden Sie gebündelte Informationen zur partnerschaftlichen Ausbildung. Erfahren Sie, wie Betriebe gemeinsam Ausbildungsverantwortung übernehmen können.
Gewinnung von Auszubildenden
Trotz großer Bemühungen bleiben viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Gleichzeitig sind viele Jugendliche auf der Suche nach beruflichen Perspektiven, kennen jedoch die Angebote in ihrer Region nicht oder nehmen Unternehmen nicht als Ausbildungsunternehmen wahr.
Der infoKOMPASS Gewinnung von Auszubildenden gibt vor allem KMU und Kleinstunternehmen einen kompakten Überblick über geeignete Strategien zur Ansprache und Rekrutierung von Auszubildenden. Vorgestellt werden praxistaugliche Maßnahmen, die mit geringem Aufwand umgesetzt werden können. Ziel ist es, Sichtbarkeit zu schaffen und passende Jugendliche frühzeitig zu erreichen.
- infoKOMPASS Gewinnung von Auszubildenden (*.pdf, 0,22 MB) Der infoKOMPASS gibt vor allem KMU und Kleinstunternehmen einen kompakten Überblick über geeignete Strategien zur Ansprache und Rekrutierung von Auszubildenden.
Lehrstellenbörsen
Konkrete Lehrstellenangebote werden unter anderem von den Handwerks- sowie den Industrie- und Handelskammern regional inseriert.
Lehrstellenbörse der Bundesagentur für Arbeit
Handwerkskammer Chemnitz Lehrstellenbörse und Praktikumsbörse
Handwerkskammer Dresden Lehrstellen- und Praktikumsbörse
Handwerkskammer zu Leipzig Lehrstellen- und Praktikumsbörse
Die sächsischen Industrie- und Handelskammern Lehrstellen- und Praktikumsbörse
Tipp: Azubiprojekte für mehr Spaß an der Ausbildung
Auch während der Ausbildung gilt es, die Azubis zu motivieren und mit eigenen Projekten zu betrauen. Diese können in verschiedenen Themenbereichen liegen und den Arbeitsalltag im Unternehmen oder die Nachhaltigkeit verbessern. Tolle Beispiele sind hier u.a. die Digiscouts oder Energiescouts im Unternehmen. Die Digiscouts entdecken im zweier Team Digitalsierungspotential, während die Energiescouts sich Einspar- bzw. Effizienzmaßnahmen beim Energieverbrauch identifizieren. Im IHK-Bezirk Chemnitz werden die Energiescouts beispielsweise durch den Energie-Coach betreut. Über verschiedene Runden können die Azubis sich zum deutschlandweiten Wettbewerb qualifizieren und so auch überregional für sich und ihren Betrieb werben.
Mindestausbildungsvergütung
Auszubildende haben einen Anspruch auf eine angemessene Vergütung. Diese muss laut Berufsbildungsgesetz mit fortschreitender Berufsausbildung ansteigen. Es muss mindestens eine jährlich Erhöhung stattfinden.
Wie hoch ist die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung?
Dem Auszubildenden steht eine gesetzliche Mindestausbildungsvergütung zu (§ 17 Abs. 2 Berufsbildungsgesetz). Nachfolgend finden Sie die Entwicklung der Mindestausbildungsvergütung in den letzten Jahren:
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Ausbildungsjahr |
Jahr 1 |
Jahr 2 |
Jahr 3 |
Jahr 4 |
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2023 |
620,00 € |
731,60 € |
837,00 € |
868,00 € |
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2024 |
649,00 € |
766,00 € |
876,00 € |
909,00 € |
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2025 |
682,00 € |
805,00 € |
921,00 € |
955,00 € |
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2026 |
724,00 € |
854,00 € |
977,00 € |
1.014,00 € |
Tarifliche Ausbildungsvergütung bei beiderseitiger Tarifbindung:
Tarifverträge haben Vorrang vor der Mindestausbildungsvergütung.
Sind beide Seiten tarifgebunden, gilt die tarifvertragliche Ausbildungsvergütung. Beide Seiten sind tarifgebunden, wenn der Ausbildungsbetrieb Mitglied des Arbeitgeberverbandes und der Auszubildende Mitglied der vertragsschließenden Gewerkschaft sind. Ein tarifgebundener Arbeitgeber zahlt die tarifvertraglich festgesetzte Ausbildungsvergütung, auch wenn diese unter der geltenden Mindestausbildungsvergütung liegen sollte.
Der Ausbildungsbetrieb ist nicht tarifgebunden, was gilt?
Wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, jedoch ein fachlich einschlägiger Tarifvertrag vorliegt, in dessen Geltungsbereich das Ausbildungsverhältnis fällt, dann darf die Ausbildungsvergütung die Höhe dieser tariflichen Vergütung um maximal 20 % unterschreiten.
Die Untergrenze ist die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.
Informationen über das Vorliegen einschlägiger Branchentarifverträge können Sie bei der Tarifauskunft im ZEFAS einholen.
Fachimpulse zur beruflichen Ausbildung
Über die fachlichen Informationen hinaus bietet unser Blog "ZEFAS Fachimpulse" fundierte Einblicke in aktuelle Entwicklungen, strategische Fragestellungen und praxisnahe Projekte der beruflichen Ausbildung. Hier erhalten Sie neue Impulse, bleiben kontinuierlich informiert und haben die Möglichkeit, neue Projekte zu entdecken, die zeigen, wie sich moderne Ansätze erfolgreich umsetzen lassen:
Hier finden Sie die Fachimpulse zur beruflichen Ausbildung.
Tipp: Mit Teilqualifikation schrittweise zum Berufsabschluss
Die Teilqualifikation (TQ) teilt Ausbildungsberufe in einzelne Module, die schrittweise erbracht werden können. Das ist eine tolle Möglichkeit sich auch im Berufsleben praxisnah, modular und mit Zertifikat weiterzubilden. Im Idealfall steht am Ende sogar ein Berufsabschluss.