20.05.2026

Wissenstransfer in Unternehmen sichern: Praktische Ansätze für den Unternehmensalltag

© KI generiert mit Adobe Firefly

Entscheidendes Wissen ist oft an Einzelpersonen gebunden. Ein geplanter Wissenstransfer hilft Unternehmen, Know-how alltagstauglich und ohne großen Mehraufwand weiterzugeben.

Aktuelle Herausforderungen in Unternehmen

Laut dem Management Report des Hernstein Instituts aus dem Jahr 2025 sind sechs von zehn Unternehmern und Unternehmerinnen der Ansicht, dass Wissen im Unternehmen kaum weitergegeben wird. Besonders in kleinen Unternehmen erfolgt Wissenstransfer meist informell. Das bedeutet beispielsweise durch Einarbeitung im Arbeitsalltag, auf Zuruf oder im Sinne von »Learning by Doing«. Verlässt eine erfahrene Fachkraft z. B. aus Altersgründen das Unternehmen, kann dadurch eine kritische Wissenslücke entstehen. Weiterbildung wird zudem häufig zurückgestellt und wenn sie stattfindet, fehlt der Transfer in das Unternehmen.

So funktioniert der gesteuerte Wissenstransfer auch in kleinen Unternehmen

Wissen sichtbar machen

Machen Sie zentrale Abläufe und Erfahrungen sichtbar, z. B. durch Checklisten, Notizen, digitale Tools. Ein Beispiel hierfür sind Wissenslandkarten mit deren Hilfe wissensintensive Prozesse übersichtlich dokumentiert werden können. Die Beispiele des Zukunftszentrums und des Projekts Perspektive Arbeit Lausitz (PAL) zeigen, wie KI-Tools dabei unterstützen können.

Wissensverlust vorbeugen

Räumen Sie dem Team bewusst Zeit für die kollegiale Einarbeitung und das kollegiale Lernen ein (z. B. Onboarding, Mentoren & Buddy-Programme, Shadowing). Methoden wie kollegiale Lernzirkel sind eine einfache und günstige Möglichkeit, um Wissen im Unternehmen zu teilen. Dabei finden sich mehrere Lernende zusammen, um zusammen an einem gemeinsamen oder einem individuellen Lernziel zu arbeiten.

Weiterbildungen gezielt einsetzen

Kurzformate und praxisnahe Schulungen ermöglichen eine Verbindung von Lernen und Arbeiten auch im stressigen Arbeitsalltag. Viele Formate lassen sich als kleine Lernaufgaben intern organisieren und teilen.

Wissenstransfer ist eine zentrale Führungsaufgabe. Ihn aktiv einzufordern ist dabei genauso wichtig, wie einen geeigneten Rahmen und genügend Zeit zur Verfügung zu stellen. Wissenstransfer und Weiterbildung gehen dabei Hand in Hand. Wer beides gemeinsam denkt und umsetzt, schafft die Grundlage für eine lebendige Lernkultur – und stärkt damit nachhaltig die Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens.

 

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